Der einfache Weg zu Zeitarbeit

Viele HR-Spezialisten stellen sich die Frage: wie komme ich am Schnellsten an gute und zuverlässige Leiharbeiter? An der Stelle hat sich in letzter Zeit einiges getan. Wir zeigen Ihnen 3 Wege.

Die Zeitarbeit ist zu einem wichtigen Instrument in der heutigen Personalwelt geworden. Knapp 10% aller Unternehmen haben bereits Erfahrung mit Zeitarbeit. Durch die gesetzlichen Änderungen in Form von Mindestlohn und Branchenzuschlägen ist Zeitarbeit mittlerweile viel Attraktiver selbst für Leiharbeiter geworden. Viele von ihnen schätzen die Möglichkeit, nicht nur einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden, sondern auch bei vielen Kunden Erfahrung zu sammeln und so stets am Ball zu bleiben. Gleichzeitig verändert das Internet die Zeitarbeit und eröffnet den Unternehmen neue Möglichkeiten um Zeit und Geld bei der Suche nach Leiharbeitern zu sparen.

Es gibt aber auch negative Auswirkungen durch die genannten Gesetzesänderungen: die Preise steigen, wodurch die Zeitarbeit für Kunden im letzten Jahr etwas an Attraktivität verloren hat. Die Lohnsteigerungen haben Zeitarbeitsunternehmen einfach an die Kundenunternehmen weitergereicht, anstatt intern nach Kostensenkungsmaßnahmen zu suchen. Viele Kundenunternehmen sind deshalb auf der Suche nach Möglichkeiten, an der Preis- und Effizienzschraube zu drehen.

Der Wettbewerb schläft nicht und eröffnet neue Möglichkeiten für die Kunden der Zeitarbeitsunternehmen. Aber welche davon passt zu Ihnen? Wir haben uns am Markt umgeschaut und haben für Sie grundsätzlich 3 Möglichkeiten ermittelt.

  1. Der direkte Ansprechpartner: Zeitarbeitsunternehmen

Der direkte Weg zu einem Zeitarbeitsunternehmen ist einfach und naheliegend. Die Telefonnummer einer Zeitarbeitsfirma aus knapp 20.000 in Deutschland zugelassenen kann aus einem allgemeinen Telefonbuch wie gelbeseiten.de oder aus einem auf die Zeitarbeit zugeschnittenen Telefonverzeichnis wie derzeitarbeits-check.de herausgesucht werden. Der Kontakt wird per Telefon oder per Email hergestellt. Bei einem Zeitarbeitsunternehmen bekommt man kompetente Beratung von einem festen Ansprechpartner. Aber um Preise zu Vergleichen oder mehr Auswahl zu haben muss man meistens mehrere Zeitarbeitsunternehmen ansprechen, womit der Aufwand im eigenen Unternehmen steigt. Hat man sich für ein Zeitarbeitsunternehmen entschieden, bei dem man immer wieder Personal bestellt, steigen die Preise oftmals. Zudem ist die Qualität der Zeitarbeitsunternehmen oft unbekannt und muss erst selbst aus der Praxis oder vorab von einem Beratungsunternehmen ermittelt werden. Die Abwicklung der Einsätze erfolgt oft umständlich, viele Zeitarbeitsunternehmen arbeiten zum Beispiel immer noch mit Papierzetteln zur Stundenerfassung.

Pro: Direkter Ansprechpartner, kompetente Beratung auch in schwierigen Fällen.

Contra: Preis- und Qualitätsvergleich umständlich, viel Aufwand im eigenen Unternehmen.

  1. Der Vermittler: Zeitarbeitsmakler

Ein Zeitarbeitsmakler wie az-international.de bietet einem Unternehmen, das auf der Suche nach Leihpersonal ist, die Möglichkeit auf viele (in der Regel 20 bis 50) in der jeweiligen Region ansässigen Zeitarbeitsunternehmen zurückzugreifen. Der Zeitarbeitsmakler nimmt den Auftrag entgegen und leitet es weiter an die Zeitarbeitsunternehmen, mit denen er zusammenarbeitet. Hat ein Zeitarbeitsunternehmen das passende Personal gefunden, wird der Makler benachrichtigt. Die Vermittlung erfolgt anonym, die Kontaktdaten des Zeitarbeitsunternehmens hat man also erst hinterher. Der Zeitarbeitsmakler hat bereits Erfahrung mit vielen Zeitarbeitsunternehmen gesammelt und kann auch begrenzt Beratung anbieten. In schwierigen Fällen oder bei seltenen Berufen muss er oftmals passen. Der Makler finanziert sich meistens durch Provision, die vom Erfolg seiner Vermittlung abhängt. An der Abwicklung der Einsätze ändert sich auch nichts.

Pro: allgemeine Beratung, Preisvergleich, überschaubarer Aufwand

Contra: Qualitätsvergleich und Abwicklung umständlich, oft Exklusivverträge, Ausfall des Maklers

  1. Der Vermittler 2.0: Auftragsbörse für Zeitarbeit

Genau wie der Zeitarbeitsmakler schaltet sich eine Auftragsbörse wie tempreo.de zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Kunden, bietet aber den gleichzeitigen Zugriff sowohl auf zahlreiche in Deutschland zugelassene Zeitarbeitsunternehmen, als auch auf die ausländischen. Damit hat das Kundenunternehmen die optimale Reichweite bei seiner Suche nach Leihpersonal, was beim aktuellen Fachkräftemangel neue Horizonten eröffnet. Die von Zeitarbeitsunternehmen abgegebenen Gebote können jederzeit und übersichtlich online begutachtet werden und nur das Passende angenommen werden. Dem Kundenunternehmen stehen dabei alle relevanten Informationen zur Verfügung wie z.B. die Verfügbarkeit der Unbedenklichkeitsbescheinigungen, die man sonst häufig in der Hektik vergisst. Zusätzlich bietet eine Auftragsbörse die Unterstützung bei der Abwicklung der Einsätze, so dass Papierzetteln für die Stundenerfassung entfallen können. Abschließend kann die Zeitarbeitsfirma sowie die eingesetzten Leiharbeiter bewertet werden, so dass die Erfahrung, wie gut das jeweilige Zeitarbeitsunternehmen war, nicht verloren geht und bei späteren Ausschreibungen zur Verfügung steht. Leider geht bei der Arbeitsweise der direkte Kontakt zu einem Ansprechpartner verloren, so dass der Kunden genau wissen muss, was er bestellt. Dafür kann man sich mit der Auftragsbörse dann beschäftigen, wann man Zeit hat, schließlich hat Internet immer offen. Die Auftragsbörse finanziert sich genau wie Zeitarbeitsmakler über eine Erfolgsprovision, dem Kundenunternehmen kostet es also nichts.

Pro: Preis- und Qualitätsvergleich, deutlich weniger Aufwand im eigenen Unternehmen, keine vertraglichen Bindungen.

Contra: bisher keine Beratung, kein direkter Ansprechpartner.

Selbstverständlich gibt es auch Zwischenstufen: Zeitarbeitsunternehmen agieren manchmal als Makler und es gibt weniger umfangreiche Auftragsbörsen. Es gibt also viele Wege zur Zeitarbeit und es werden hoffentlich noch weitere hinzukommen. Eine Auftragsbörse scheint aber für die große Masse der erfahrenen HR-Spezialisten sehr attraktiv zu sein.

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