Ergebnisse der Facebook-Recruiting Studie 2012

Eine sehr interessante Studie über Recruiting auf Facebook wurde von Jan Kirchner, Alexander Fedossov und Tobias Kärcher veröffentlicht (pdf, 1,2 MB).Insgesamt wurden 281 Facebook-Karriereseiten aus dem deutschen Sprachraum (DACH) untersucht.

Die Studie nennt unter anderem die wichtigsten Stolpersteine bei der Umsetzung des Facebook-Recruitings in den deutschen Unternehmen. Unter anderem sind es wie so häufig fehlende Unterstützung und Verständnis seitens Managements sowie fehlende Erfahrungswerte seitens Personaler.

Weiterhin stellt die Studie fest, dass rund die Hälfte aller Karrierepages auf Facebook NICHT auf die Aktivitäten ihrer Community reagieren. Das heißt, dass man einfach die Fragen und Anregungen der Nutzer ignoriert, womit der soziale Gedanke des Facebooks verloren geht. Nur jedes siebte Unternehmen stellt sein Facebook-Team bzw. Ansprechpartner in Karrierefragen vor. Was denken sich die Menschen eigentlich dabei? Wozu diese Geheimniskrämerei? Es ist übrigens nicht nur auf Facebook so, auch auf Jobbörsen ist es leider immer noch üblich, keine Ansprechpartner zu nennen.

Unter den Karrierepages waren insgesamt 57 Azubi-Karrierepages dabei.

Nur 4% aller Karrierepages haben Gewinnspiele zu Fangewinnung und Fanengagement eingesetzt. Das ist auf den ersten Blick wenig, zeigt aber, wo die Entwicklung hingehen könnte. Immerhin sind Gewinnspiele ein bekanntes und erprobtes Mittel, um Communityengagement anzukurbeln und spielerisch mit dem Unternehmen auseinander zu setzen.

Rund die Hälfte aller Fanpages nutzen Videos zur Darstellung des Unternehmens bzw. des Arbeitgebers. Rund 43% enthalten auch Fotos, die leider oft nur minderwertige Qualität aufweisen oder lediglich durch Facebook automatisch aus den verlinkten Beiträgen stammen. Die Empfehlung hier lautet wie fast immer: interessante und lebendige Bilder und Videos posten. Hier sollte Management einfach mehr Freiraum den Mitarbeitern aus der Personalabteilung einräumen.

Last but not least: Wie hoch soll die Beitragsfrequenz denn sein, um die Nutzer nicht einzuschläfern und auch nicht als Spam abgetan zu werden? Im Schnitt sollen es pro Woche ca. 3-4 Postings sein.

Also eine ganz spannende Studie, die jedem zu empfehlen ist.

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